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Chronik

1931 -1945

„Fußballverein Steinhausen“ war der Taufname des Vereins, der am 11.07.1931 von zwölf jungen fußballbegeisterten Männern gegründet wurde. Zum ersten Vorsitzenden wurde der Sportlehrer P. Buhl gewählt.

 

Nach der so genannten „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 erfuhr der FV Steinhausen wie alle Sportvereine seinen ersten Aufschwung, da das neue Regime jede Art körperlicher Ertüchtigung förderte. Nicht ausschließlich Fußball war das sportliche Betätigungsfeld, sondern auch Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Keulenwurf sowie 100-Meter-Lauf und 3000-Meter-Läufe wurden durchgeführt.

 

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges erlahmten die sportlichen Aktivitäten zunehmend, da die meisten Mitglieder in die Wehrmacht eingezogen wurden. Drei der zwölf Gründungsmitglieder kehrten aus dem Krieg nicht wieder zurück. Sebastian Reisch († 1941) und Franz Reisch († 1944) waren gefallen, Wilhelm Haitz blieb vermisst.

 

1946 - 1966

Nach der Kapitulation schlug auch für den Sportverein in Steinhausen die „Stunde null“. Den Aufzeichnungen des damaligen Spielführers, Schriftführers und Kassenwarts Bruno Denzel zufolge gab es Schwierigkeiten bei der Neugründung des Vereins, da auf Anordnung der französischen Militärregierung der alte Vereinsname „FV Steinhausen“ nicht mehr geführt werden durfte. Unter dem neuen Namen „Sportverein Steinhausen“ setzte sich die Erfolgsgeschichte eines Traditionsvereins 1946 fort. Unter dem ersten Nachkriegsvorsitzenden Franz Gaßebner wuchs die Mitgliederzahl schon ein Jahr nach der Neugründung auf 45 an. Die ersten Jahre nach der Neugründung waren recht turbulent, fast jährlich wurde ein neuer Vorsitzender gewählt.

 

Mit einer 1959 neu gewählten Vereinsführung  wurden wesentliche Schritte in der Geschichte eingeleitet. Der SVS gab sich eine neue Satzung und wurde ein „eingetragener Verein“ (e.V.).  Der Verein stabilisierte durch höhere Beiträge und einer strafferen Finanzpolitik seine wirtschaftliche Lage und auch das Sportangebot wurde verbreitert, wodurch die Mitgliederzahl weiter stieg. Neben Waldlauf, Leichtathletik und Gymnastik wurde im Jahr 1962 bereits die Skiabteilung gegründet.

 

Das Pokalturnier anlässlich des 30jährigen Vereinsjubiläums mit Tombola etc. brachte einen Reingewinn von 3000 DM und eine groß angelegte Alteisensammlung weitere 1500 DM. Nun konnten endlich Sportgeräte angeschafft, ein Fußballtrainer finanziert und der Spielbetrieb für die Reserve und die Jugendmannschaften garantiert werden. Die Begeisterung von Spielern und Vereinsmitgliedern am SV Steinhausen führten 1963/1964 zum Aufstieg der Fußballmannschaft des SVS in die damalige A – Klasse (heute Bezirksliga).

 

1966 - 1987

Ein entscheidender Fortschritt beim SV Steinhausen war die Anlage des jetzigen Sportplatzes im Rahmen der Flurbereinigung 1970. In Eigenleistung baute der Verein die überdachte Tribüne sowie den Geräteraum und gestaltete die Anlage.

 

Eine Turnhalle für den Sportbetrieb gab es in Steinhausen lange Zeit nicht. Die erste Heimstätte der Steinhauser Sportler war der frühere Lagerschuppen der Raiffeisenbank, dem heutigen Standort des Kindergartens. Der alte Schuppen wurde von den Vereinsmitgliedern völlig umgestaltet und tat so rund zehn Jahre seinen Dienst, bis Steinhausen im Jahr 1973 endlich eine Turnhalle erhielt.

 

Die neue Turnhalle ermöglichte es dem Verein Abteilungen wie Tischtennis und Volleyball zu gründen. Weiterhin entwickelte sich der SVS durch diverse neue Gymnastikgruppen mit Mutter-Kind-Turnen, Kinderturnen und Herrengymnastik zu einem Breitensport- und Mehrspartenverein. Das Hauptaugenmerk lag sicherlich nach wie vor beim Fußball, wobei die erste Mannschaft in der Saison 1974/75 von der A-Klasse abgestiegen ist.

 

So erfuhr der Verein einen Zuwachs auf 300 Mitglieder zum 50 jährigen Bestehen im Jahr 1981. Im Rahmen eines Sport- und Zeltfestes am Pfingstwochenende (05.06. – 08.06.1981) wurde das Jubiläum mit einem großen sportlichen und geselligem Festprogramm und einem Fußballpokalturnier gebührend gefeiert.

 

Von 1974 bis 1988 war das „Gasthaus Adler“ bis zum Tod von Otto Lehmann das Vereinslokal. Danach war das an dessen Stelle gebaute Kath. Gemeindehaus unter der Leitung von Zita Steigmiller lange nach den Fußballheimspielen geöffnet.

 

In der Saison 1986/87 wurde der SV Steinhausen Meister und stieg von der Kreisliga B in die Kreisliga A auf, wo sich der Verein bis zum erneuten Abstieg 1996 halten konnte.

 

1988 – 2010

Am 14.11.1988 besiegelte der SV Steinhausen den Kauf  des an den gemeindeeigenen Sportplatz angrenzenden  Grundstücks zum Bau der Tennisanlage. Hierzu wurde in einer außerordentlichen Generalversammlung die Gründung der Tennisabteilung mit Linus Baumann als Abteilungsleiter beschlossen.

 

So wurde in den Jahren 1989 bis 1990 die bis heute bestehende Tennisanlage mit 4 Sandplätzen in Eigenregie gebaut. Zeitgleich wurde auch die Tennishütte errichtet und an das öffentliche Wasser- und Abwassernetz angeschlossen, was die bis dato größte Investition der Vereinsgeschichte darstellte. Diese Tennishütte diente auch als Vereinshütte nach den Trainingsabenden und für Ausschusssitzungen. 

 

Als Anbau zur Fußballtribüne erweiterte man die Tennisanlage 1991 um den Sanitär- und Umkleidetrakt für die Tennisspieler/innen.

 

Die in den Jahren davor etwas vernachlässigte Jugendarbeit im Fußball wurde 1990/1991 mit lizensierten Übungsleitern wieder aufgebaut.

 

Die Liegenschaften des Vereins wurden mit dem Zukauf der Fläche zwischen den Tennisplätzen und dem neuem Baugebiet durch den Vorstand Ewald Braunmüller erweitert.

 

Die Skiabteilung florierte und das Angebot wurde stetig erweitert. Auch in den Gymnastikkursen war ein regelrechter Boom zu verzeichnen. Seit 2005 führen wir durch die Gymnastikangebote von Gunda Wiest auch das vom Turngau Oberschwaben ausgestellte Prädikat „Pluspunkt Gesundheit“, wodurch wir ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Vereinen haben.

 

Im Jahr 1997 feierte Steinhausen die Rückkehr in die Kreisliga A, aus der man allerdings 1999 wieder abstieg.

 

Vom 15.-17.9.2006 feierte der SV Steinhausen sein 75-jähriges Vereinsjubiläum.


Neben einem Festabend mit musikalischer Umrahmung durch den MV Steinhausen und der Ausrichtung von verschieden Turnieren und Fußball-Spielen, sowie die Veranstaltung einer Beachparty war an diesem Wochenende viel geboten. Höhepunkt war die Ehrung der neuen Ehrenmitglieder Erich Reck, Eugen Gapp, Elmar Lehmann und Eugen Bentele, die am Festabend durch den Vereinsvorsitzenden Ewald Braunmüller vorgenommen wurde.

 

Am 23. März 2007 wurde bei der Jahreshauptversammlung der offizielle Startschuss zum Bau des Sportvereinszentrums gegeben. Diesem Projekt wurde mit einer überwältigen Mehrheit von 88% zugestimmt. Im Juni 2008 konnte der Spatenstich für das Sportvereinszentrum „S’mäxle“ gelegt werden und nach nur 11-monatiger Bauzeit wurde der neue Treffpunkt für alle Bürger Steinhausens am 01.05.2009 offiziell eröffnet.

 

2008 stieg die 1. Mannschaft des SV Steinhausen/Rottum nach dem Abstieg 98/99 souverän und unangefochten in die Kreisliga A auf. Mit der Unterstützung der zahlreichen Fans und unter Trainer Frank Lämmle konnte in Altheim der lang ersehnte Aufstieg perfekt gemacht werden.

 

2010 – heute

Nach der anstrengenden Bauphase des Sportvereinszentrum „S’mäxle“ wurde das Hauptaugenmerk wieder vermehrt auf die sportliche Entwicklung des Vereins gelegt, was durch einen Umbruch im Vereinsausschuss unter dem Vorstand Günter Lehmann erreicht werden konnte.

 

Die einzelnen Abteilungen nahmen eine gesunde Entwicklung an um den Anforderungen für einen geordneten Trainings-, Übungs- und Spielbetrieb gerecht zu werden. Auch durch neue Übungsleiter finden die Kurse für Jung und Alt sehr gute Resonanz. Auch die Gründung der neuen Line-Dance – Gruppe und das Angebot von ZUMBA tragen hierzu bei.

 

Aber auch das „S’mäxle“ entwickelte sich sehr gut und durch den großen ehrenamtlichen Einsatz von einigen Mitgliedern konnten die für den Bau aufgenommenen Schulden innerhalb kurzer Zeit zurückgeführt werden.

 

Nach dem Abstieg 1975 von der Bezirksliga, konnte die erste Mannschaft des SV Steinhausen unter Trainer Alwin Schuppan im Jahr 2013 den souveränen Aufstieg in die Bezirksliga feiern. Die Feierlichkeiten rund um das gesamte Sportgelände mit einem prächtigen Feuerwerk werden sicher noch lange in schöner Erinnerung bleiben.

 

Durch die Gründung des „S’mäxle Kultur- und Fördervereins e.V.“ im Mai 2014 konnte der Betrieb des Vereinsheims aufrecht erhalten werden und so wird die Bewirtung bis heute ehrenamtlich von den Mitgliedern übernommen.

 

In den vergangenen Jahren wurde auch immer wieder in das Sportgelände, insbesondere rund um den Sportplatz investiert. Neben einer neuen Flutlichtanlage und Ballfangzaun, wurde 2017 das Rasenspielfeld komplett saniert.

 

In der Jahreshauptversammlung am 16.03.2019 beschloss man eine umfassende Satzungsänderung um die mittlerweile sehr weitreichenden Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen und gleichzeitig die Zuständigkeiten im Vorstandsteam zuzuordnen. So besteht der Vorstand aus vier Personen, welche für die Ressorts „Organisation/Koordination“, „Sportbetrieb/Sportanlagen“, „Veranstaltungen/S’mäxle“ und „Finanzen“ zuständig sind.

 

Aufgrund dem breiten Sportangebot und kontinuierlichen Besetzung mit gut ausgebildeten Übungsleitern, aber auch bedingt durch die neuen Bauabschnitte in Steinhausen wuchs die Zahl der Mitglieder zwischenzeitlich auch über 750 an.

 

Und so hoffen wir auf eine weiterhin positive Entwicklung unseres SV Steinhausen in den nächsten Jahren, in sportlicher und gesellschaftlicher Hinsicht.

 

Vorstände:

1931 – 1937P. Buhl †
1937 – 1945F. Reisch (gef.1944), H. Dilger †
1946 – 1959F. Gaßebner  † (1973), N. Denzel, A. Maucher, J. Bachmor, O. Lehmann, E. Lerner, A. Schädler
1959 – 1966Erich Reck † (2018)
1966 – 1974Eugen Gapp
1974 – 1987Elmar Lehmann † (2022)
1988 – 1991Eugen Bentele
1992 – 2010Ewald Braunmüller
2010 – 2018Günter Lehmann
2018 – 2019Julian Gerner
2019 – 2023B. Moll, M. Bentele, T. Burster, J. Gerner
2023 - heuteB. Moll, M. Rothenbacher, T. Burster, J. Gerner